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Eine Erinnerungstafel erinnert jetzt an ein Stück Geschichte, das nur noch wenige kennen. Es freuen sich bei der Einweihung die Sponsoren Walter Kossmann und Harry Weigel, sowie Joerg Kilian, Herwyn Ehlers, Ingelor Schmidt und Rainer Funke vom Forum Kollau.  Foto: W. Hertwig

Niendorfer Norden mit Geschichte 

4.6.2021 - Der strahlende Sommertag war ein schöner Rahmen für die kleine Einweihungsfeier: In der idyllischen Parkanlage Märkerweg steht nun eine Erinnerungstafel an das Moorbad Grootsee. Gleichzeitig wird mit der Geschichte des „jungen“ Stadtteils Niendorf Nord vertraut gemacht. Das Ohmoor diente über Jahrhunderte der Torfgewinnung, auch für entfernt liegende Gemeinden.  1918 beginnt ein neuer Abschnitt, als der Schneider Kossmann mitten im weitläufigen Ohmoor den Badebetrieb am Grootsee eröffnete. Mit einem Moorbad für die Gesundheit, mit zwei großen Teichen für Kinder und für Schwimmer. 

Das Bad war in den schlimmen Nachkriegszeiten des Ersten Weltkriegs ein erholsamer Anziehungspunkt nicht nur für die Niendorfer, die um die Kirche am Marktplatz wohnten und zum Torfstechen in den Norden kamen. Vor allem kamen gern auch die ländlichen Bewohner ringsum aus dem Amtsbereich Pinneberg, zu dem Niendorf und Schnelsen noch bis 1937 gehörten, bevor die „Kollaudörfer“ nach Hamburg eingemeindet wurden. Das Bad überlebte auch den Zweiten Weltkrieg, blieb das kleine Erholungs- und Kinderparadies, noch heute fest verankert in mancher Familiengeschichte. Es musste erst nach und nach der zunehmenden Bebauung weichen, als seit den 1960/1970er-Jahren der neue Stadtteil Niendorf-Nord entstand. 1960 wurde der Badebetrieb geschlossen. 

Große Wohnanlagen entstanden um 1970 

Seit den 1990ern zeigt der „neue“ Niendorfer Norden ein vielfältiges Erscheinungsbild

In der neu entstandenen „Parkanlage Märkerweg“ erinnert nur noch der Ententeich an das ehemalige Badeleben. Die Familie Kossmann lebte weiter in ihrem großen Holzhaus, auf dessen Veranda man einst Erfrischungen zu sich nehmen konnte. Das Haus brannte leider 2017 ab, viele Erinnerungsstücke verschwanden unwiderruflich. Walter Kossmann (81), der Enkel des Gründers, zog weg, blieb aber Niendorf verbunden. Zusammen mit Harry Weigel (98), der zur Kossmann-Familie gehört und vielen Menschen aus seiner langen Tätigkeit für den Sozialverband VdK und der Behinderten Arbeitsgemeinschaft (B.A.G) Niendorf bekannt ist, sponserte er jetzt die Herstellung der Tafel. Seine Idee zündete beim Bürgerschaftsabgeordneten Marc Schemmel, der hier einen großen Teil seiner Jugend verbracht hat. Das Forum Kollau nahm die Sache gern in die Hand, nachdem die Kommunalpolitik einem Antrag der SPD gefolgt war. Die Verwaltung wird sich nun weiter um den Erhalt der Tafel kümmern.

Vom Grootsee-Bad ist ein kleines, idyllisches Erholungsgebiet inmitten des Niendorfer Nordens geblieben

Ein Baum für die Zukunft: Die Silberlinde bietet Hummeln und Bienen einen reich gedeckten Tisch und ist gewappnet für den Klimawandel. Eine Silberlinde wächst verhältnismäßig schnell und ist als Solitär ein bildschöner Treffpunkt für Jung und Alt, wie er auch früher in den Dörfern üblich war. Eine spätere runde Sitzbank „unter der Linde“ ist dann das i-Tüpfelchen unseres Planes.
Foto Silberlinde: Baumschule Lorenz von Ehren | Foto: Hintergrund Ingelor Schmidt, Forum Kollau | Montage: Joerg Kilian, Forum Kollau ©2021

 

10 Jahre Forum Kollau: Wir feiern nun doch!

 

Statt Geburtstagsgeschenk zusammen einen Baum für die Zukunft spenden.

 

Vor 10 Jahren haben wir uns auf die Fahnen geschrieben, die Geschichte unserer Stadtteile Lokstedt, Niendorf und Schnelsen in die Gegenwart zu holen. Ausstellungen, historische Rundgänge und einige Publikationen tragen dazu bei, dass mehr und mehr Menschen einen Einblick in die historischen Zusammenhänge unserer Stadtteile, der ehemaligen Kollaudörfer, bekommen. Coronabedingt fielen alle Geburtstagsfeiern aus, aber unser Jubiläumsjahr 2021 soll nun doch einen Höhepunkt haben: Auf dem „Schnelsener Deckel“, der unser Schnelsen nach Jahren der Zerklüftung wieder zusammenschweißt, möchten wir in einer großen Geburtstagsaktion im Herbst 2021 zur Einweihung des neu entstandenen Parks eine prächtige Silberlinde pflanzen. Genau an dem Platz, wo bereits früher eine Doppeleiche stand, die wegen der Ausbauten der A7 weichen musste.


Das Geld für die Pflanzung und die Bank wächst nicht auf Bäumen. Darum rufen wir alle Mitmenschen auf, uns mit einer kleinen oder größeren Geldspende so zu unterstützen, dass wir schon bald unsere Pläne astrein umsetzen können. Unsere Gespräche mit entsprechenden Fachleuten haben ergeben, dass wir mit Kosten bis zu 5.000 Euro rechnen müssen. Das, liebe Mitglieder und Freunde des Forum Kollau, liebe Schnelsener, Lokstedter und Niendorfer, sollte mit vereinten Kräften zu schaffen sein. Wir klopfen auf Holz und danken schon jetzt für Ihr Engagement. Jeder Betrag ist willkommen! Spenden können Sie ganz einfach über www.betterplace.org/p93371 
Hier erfahren Sie auch, was wofür geplant ist.


Wenn Sie für die Spende Ihre Bankverbindung benutzen möchten:
Forum Kollau, IBAN: DE97 2005 0550 1216 1709 00. Stichwort Silberlinde.

 

Eine traditionelle Doppeleiche, gepflanzt 1898 zur Erinnerung an die schleswig-holsteinische Erhebung 1848 gegen die Dänen, gab auch diesem nahe gelegenen Gasthof in der ehemaligen Schnelsener Dorfmitte den Namen. Die Eiche wurde um 1966 für den Bau der Autobahn gefällt. 
Foto: Forum Kollau

Fast genau an der Stelle der alten Doppeleiche pflanzen wir im Herbst 2021 eine Silberlinde, zur Erinnerung an den spektakulären „Deckelbau“, der Schnelsen an dieser Stelle wieder verbindet.
Foto: März 2021, Forum Kollau

 

Grabe, wo du stehst

Der Fotograf Hans-Ole Kuschmann stammt aus Lokstedt, hat lange in Eimsbüttel gelebt. Er ist mit dem Forum Kollau und mit der GW Eimsbüttel eng verbunden.

Er hat den Fotobuchhersteller MyMoments in Kiel dazu inspiriert,
in Zusammenarbeit mit Geschichtswerkstätten spezielle Fotobücher über "Orte und ihre Geschichte" finanziell zu bezuschussen.
Mehr dazu in dem Blog "Grabe, wo du stehst":

http://www.mymoments.de/blog/grabe-wo-du-stehst/

Es war einmal in Niendorf / Trailer from Doerthe Hagenguth on Vimeo.

Es war einmal in Niendorf

 

05.05.2021 – In diesen Tagen wird an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren gedacht und der anrührende Dokumentarfilm „Es war einmal in Niendorf“ von 2014 gewinnt erneut eine  besondere Aktualität. Acht bekannte Persönlichkeiten führen als Zeitzeugen zurück in die Niendorfer Vergangenheit: In das einst idyllische Dorf, die Zerstörungen des Krieges, die Nachkriegszeit bis in das Niendorf von heute. Der einstündige Film, den die Journalistin Dörthe Hagenguth im Auftrag des Forum Kollau drehte, kostet 10 Euro und ist unter bestellung@forum-kollau.de zu haben.

 

Ein Spaziergang vom Juli 2017; hier vor einer Stadtvilla im Brunsberg Ein Spaziergang vom Juli 2017; hier vor einer Stadtvilla im Brunsberg

Virtueller Spaziergang durch Lokstedt

 

Seit einigen Jahren ist es gute Tradition, unseren Stadtteil Lokstedt auf historischen Stadtrundgängen zu erkunden. Daher lädt Isgard Rhein alle Interessierte am Sonntag, dem 11. April, um 14 Uhr ein, mit ihr unter dem Motto „Geschichte und Geschichten“ neue Aspekte seiner lokalen Umgebung zu erkunden. Da es zurzeit leider nicht in Präsenz möglich ist, wird diese Entdeckungsreise als Online-Format stattfinden.

Nach Ihrer Anmeldung bis zum 9. April unter Telefon 040 / 56 52 12 oder  info@buergerhaus-lokstedt.de erhalten Sie den Zugangslink per Mail. Der historische Spaziergang „ Vom Dorf zum citynahen Stadtteil – Lokstedt und seine Entwicklung“ ist eine Kooperation des Bürgerhaus Lokstedt, des Bündnisses für Familie Lokstedt und des Forum Kollau. Weitere Infos unter www.buergerhaus-lokstedt.de

 

Joachim Mähl, geboren in Niendorf, Lehrer und in seiner Zeit populärer Plattdeutsch-Literat, lebte in Reinfeld und Segeberg. Seine Eltern sind auf dem Alten Niendorfer Friedhof begraben Joachim Mähl, geboren in Niendorf, Lehrer und in seiner Zeit populärer Plattdeutsch-Literat, lebte in Reinfeld und Segeberg. Seine Eltern sind auf dem Alten Niendorfer Friedhof begraben

Wer weiß etwas über Harry Peters? 

Harry Peters, vermutlich 1934 in Niendorf geboren, besuchte in der Nachkriegszeit die Mittelschule in der Schule Sootbörn, die liebevoll der „Glaskasten“ genannt wurde.

Er zeichnete und aquarellierte in späteren Jahren ein Portrait von Joachim Mähl nach einer Fotografie. Er muss sich also mit dem Plattdeutsch-Dichter (1827-1909) befasst haben. 1998 wurde das Bild zusammen mit anderen Niendorfer Malern und Hobbymalern  im Berenberg-Gossler-Haus/Bürgerhaus Niendorf ausgestellt, wo es als Geschenk verblieb und nun an das Forum Kollau übergeben wurde. 

Von Harry Peters ist bekannt, dass er nach Quickborn verzogen und bereits verstorben ist. Erinnert sich jemand an ihn und weiß mehr über ihn?


Bitte Kontakt aufnehmen über info@forum-kollau.de

 

Der Vorstand des Forum Kollau im Sommer 2018, als man noch keine Masken brauchte (v.l.n.r. unten  Barbara Ahrons, Rainer Funke, Ingelor Schmidt, Herwyn Ehlers; dahinter: Axel Thiemann, Joerg Kilian, Sebastian Dorsch, Jürgen Frantz, Detlev Malchers, Siegbe Der Vorstand des Forum Kollau im Sommer 2018, als man noch keine Masken brauchte (v.l.n.r. unten Barbara Ahrons, Rainer Funke, Ingelor Schmidt, Herwyn Ehlers; dahinter: Axel Thiemann, Joerg Kilian, Sebastian Dorsch, Jürgen Frantz, Detlev Malchers, Siegbe

11.02.2011 – Das war ein gutes Datum! Vor 10 Jahren fand im Berenberg-Gossler-Haus die Gründungsversammlung des Forum Kollau statt. Unser Erster Vorsitzende Rainer Funke beschreibt im Infobrief, wie es einmal anfing. Die geplante Geburtstagsparty mit einer Reihe von Veranstaltungen kann aus bekannten Gründen in nächster Zeit nicht stattfinden. Wir werden sobald wie möglich wieder da sein mit unserem erfolgreichen Programm und schönen Aktionen. So ein Geburtstagsjahr ist ja lang!


Den ganzen Infobrief vom Februar 2021 gibt es hier als PDF:
https://www.forum-kollau.de/publikationen/infobriefe/

Aus Vorsicht und auf Empfehlung der öffentlichen Stellen haben wir unsere Aktivitäten auf ein Minimum zurückgefahren. Angekündigte Veranstaltungen werden bis auf Weiteres grundsätzlich nicht stattfinden. Wir werden Sie allerdings hier auf der Website, sowie auf unserer Facebook-Seite und in unserem Infobrief. auf dem Laufenden halten. Bald geht es wieder los – bleiben Sie gesund!

Gegen den Gedächtnisverlust

Leitfaden "Erinnerungen digitalisieren"

15.01.2021 – Viele von uns haben die Zeiten der Lockdowns als Chance genutzt, aufzuräumen und dabei Kartons, Kisten und Kästen mit alten Erinnerungen gefunden: Briefe, Postkarten, Eintrittskarten, Broschüren aber auch Fotos, Filme und Diapositive. Viel Persönliches, aber auch Dinge und Motive von allgemeinem Interesse, von denen man sich noch nicht trennen möchte; die man aber gerne mit Freunden oder auch einer breiten Öffentlichkeit teilen möchte. Dabei stößt man auf Material, das sich lohnt, für nachfolgende Generationen aufbereitet und bewahrt zu werden. Das Zauberwort unserer Zeit dafür heißt Digitalisierung.

Unser Leitfaden „Erinnerungen digitalisieren“ zeigt wie …

Vertriebspartner für Niendorfer Kirchenchronik gesucht

 

Für den Vertrieb der Chronik zum 250-jährigen Jubiläum der Kirchengemeinde Niendorf suchen wir Vertriebspartner, die provisionsfrei einige Exemplare des Buchs zum Verkauf anbieten. Unterstützt wird der Verkauf durch ein Ansichtsexemplar, das wir zur Verfügung stellen.

Weitere Informationen zu dem attraktiven Buch.
Anfragen bitte per Mail an bestellung@forum-kollau.de