Wie geht es weiter mit dem Obelisken?

Eine Ehrung für ein besonderes Kulturdenkmal: Der Obelisk im Heckenrosenweg in Lokstedt soll anlässlich des 15. Geburtstages des Forum Kollau im Februar 2026 eine neue Infotafel bekommen.

Dezember 2025 – Seit 225 Jahren in Lokstedt zu Hause: Im Heckenrosenweg steht in einer verwunschenen Lost Place-Atmosphäre ein spätbarockes, dekoratives Monument, ein Obelisk zur Erinnerung an eine früh verstorbene Angehörige der Familie von Axen, der damaligen Besitzer des ausgedehnten Kollauer Hofes. Seit längerem bestand beim Forum Kollau der Wunsch, eine neue und attraktive Infotafel für ein besonderes Kulturdenkmal zu gestalten. Ingelor Schmidt, eine der Gründerinnen des Forum Kollau, erforschte die außerordentlich vielfältige Geschichte des einst großen Grundbesitzes weit vor den Toren der Hansestadt, der schon im Mittelalter urkundlich erwähnt wurde. Um 1800 war hier ein Treffpunkt der Hamburger Gesellschaft, darunter auch eine dichtende Senatorengattin, deren großes Portrait in der Hamburger Kunsthalle hängt. Im 19. Jahrhundert begann die Parzellierung des Grundstücks, eine frühe Industrialisierung setzte ein, die Güterumgehungsbahn und die Kollaustraße zerschnitten im vorigen Jahrhundert endgültig die Landschaft. Der Güterbahnhof Lokstedt ist längst bebaut. Der Obelisk überstand an seinem angestammten Platz all diese Veränderungen.

 

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Infotafel für den Obelisken im Heckenrosenweg

Nun ist die Infotafel seit einem Jahr fertig. Gestaltet wurde sie von Joerg Kilian, der nahezu die gesamte Grafik des Forum Kollau seit Beginn vor fünfzehn Jahren verantwortete. Das Hamburg Journal berichtete in einer Vor-Ort-Reportage über unser Vorhaben bereits zum Jahresbeginn. Am 3. Februar fand die allerletzte Korrektur per E-Mail statt. „Als ich die fix und fertige Druckunterlage erhielt, hatte er ein fröhliches ,Ferddich!‘ drunter getippt“, erinnert sich Ingelor Schmidt. Zwei Tage später ist er völlig unerwartet gestorben, was für das Forum Kollau ein großer Schlag war. Vieles musste nun komplett neu organisiert werden.

Inzwischen liegt die Genehmigung zum Aufstellen der neuen Tafel am Obelisken längst vor, aber die Gartenbauabteilung des Bezirksamtes konnte die notwendige Renovierung des etwas verwilderten Umfeldes noch nicht vornehmen. So hoffen wir alle, dass die Aufstellung im Jahr unseres 15. Geburtstages 2026 stattfinden kann. Und noch jemand würde sich darüber sehr freuen: Der Lokstedter Georg Winter, der die Tafel großzügig sponsert, schmunzelte: „Das Geld ist noch da!“

Text: Ingelor Schmidt

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