Berichte 2017

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Sonntagsspaziergang

Auf historischen Wegen durch das Niendorfer Gehege

Das im Niedersachsen-Stil erbaute Fachwerkhaus des Viehkommissionärs Bolten war nur eine Station auf unserem Sonntagsspaziergang. Das im Niedersachsen-Stil erbaute Fachwerkhaus des Viehkommissionärs Bolten war nur eine Station auf unserem Sonntagsspaziergang.

09.04.2017 – Frühling in Niendorf und ein Sonntagsspaziergang durch das Niendorfer Gehege - was passt besser zusammen? Etwa 80 Interessierte folgten der Einladung von Forum Kollau und Pro Niendorfer Gehege e.V. und begaben sich mit den Gehege-Kennern Herwyn Ehlers, Hans-Joachim Jürs und Förster Sven Wurster auf eine abwechslungsreiche Erkundungstour durch das Niendorfer Gehege.

 

Forstwirtschaftliche Themen, wie z. B. Fragen zur Belaubung der Bäume, zum Zustand des Waldes, zum Umgang mit kranken Bäumen und zur Verwendung des geschlagenen Holzes, beantwortete Sven Wurster ebenso fachkundig wie anschaulich.

 

Am Lokstedter Holt zeigte der Förster, wie sich die Natur die durch den Abriss der Baracken aus der Zeit des zweiten Weltkriegs zurückgewonnen Flächen wieder zurückerobert.

 

Herwyn Ehlers und Hans-Joachim Jürs führten die Spaziergänger nicht nur zu den sehenswerten historischen Orten im Niendorfer Gehege, sondern ließen die Blicke auch dort schweifen, wo historische Gebäude heute nicht mehr vorhanden sind: Am Gedenkort Berenberg-Gossler beschrieben sie, wie es wohl früher hier ausgesehen hat. Hans-Joachim Jürs wusste Geschichten aus seiner Kindheit zu berichten.

 

Bilder und weitere Details unseres Rundgangs finden Sie in unserer Fotostrecke …

 

Fotos: Axel Thiemann

 

Sonntagsspaziergang

Rund um den Niendorfer Marktplatz

Ein kleiner Exkurs von Klaus-Peter Heße über Kirche und Geschichte Niendorfs  war erfreulicher als der Gang durch den strömenden Regen Ein kleiner Exkurs von Klaus-Peter Heße über Kirche und Geschichte Niendorfs war erfreulicher als der Gang durch den strömenden Regen
Die Lippert’sche Villa war im 19. Jahrhundert der Sommersitz einer reichen Familien, später der Sitz der Gemeindeverwaltung Die Lippert’sche Villa war im 19. Jahrhundert der Sommersitz einer reichen Familien, später der Sitz der Gemeindeverwaltung

20.03.2017 – Rund um den Niendorfer Marktplatz konnte leider wegen des Starkregens nicht wirklich spaziert werden: So wurde der Spaziergang zur Hälfte in eine improvisierte Kirchenführung verwandelt.

Klaus-Peter Heße, der gerade die Gründungsgeschichte des barocken Bauwerks erforscht, gab eine kleine Geschichts- und Architekturstunde, assistiert von Hans Joachim Jürs. Dann ging es hinauf in den Dachstuhl bis zur Uhr, für alle ein hochinteressantes Erlebnis. 

… und so sah es einmal im Norden des Tibargs aus, als er noch die Hauptstraße des Dorfes war. Heute steht hier das Tibarg Center … und so sah es einmal im Norden des Tibargs aus, als er noch die Hauptstraße des Dorfes war. Heute steht hier das Tibarg Center

Die neun wetterfest ausgerüsteten und gut gelaunten Spaziergänger kamen aber doch noch zu einer kleinen Tibarg-Führung: Es regnete etwas sanfter…

Der Timm’sche Bauernhof, Berenberg-Gossler-Haus, die katholische Kirche, die Lippert’sche Villa und die uralte riesige Eiche,  im Norden der Standort von Köllns Mühle und der Up-ewig-ungedeelt-Gedenkstein vermittelten ein Bild von der holsteinischen und dörflichen Vergangenheit Niendorfs. Nun freuen sich alle auf einen weiteren Rundgang bei hoffentlich etwas weniger Nässe!


Fotos: Ingelor Schmidt

Lesung

Eindrucksvoll, authentisch: Jörn Wilhelm las aus seiner Biografie Wildenten sah ich fliegen

Autor Jörn Wilhelm las aus seinen Erinnerungen an eine Kindheit in Schnelsen Autor Jörn Wilhelm las aus seinen Erinnerungen an eine Kindheit in Schnelsen

27.01.2017 – Die Nachkriegszeit in Schnelsen wurde lebendig, als Jörn Wilhelm (72) aus seinen Erinnerungen las. Über 30 Gäste, darunter Freunde und ehemalige Nachbarn, waren gekommen und erlebten mehr als einen „Zeitzeugenbericht“. Der Autor, auch ein sehr guter Vorleser, schildert sein Aufwachsen mit dem prügelnden Vater, die hilflosen Lehrer, sein Rowdytum, sein Scheitern im christlich-unsensiblen Internat ohne larmoyantes Selbstmitleid. Hier erkennt jemand, was ihn einst prägte und wie er diese Prägungen überwand. Das betrifft eine ganze Generation, die während des Krieges oder kurz danach geboren wurde und die zusehen musste, wie sie mit den Traumatisierungen der Eltern und Erzieher sowie den eigenen zurecht kam. Die Zuhörer verließen die Bücherhalle Schnelsen nach zwei Stunden sichtlich angerührt und angeregt. Der freundlich-ruhige Rahmen ist für Lesungen wie diese ganz wunderbar geeignet. Wenn der zweite Teil der Lebenserinnerungen fertig ist, wird es hier gewiss ein Wiedersehen mit Jörn Wilhelm geben: Man ist schließlich neugierig, wie aus dem einstigen „Halbstarken“ aus Schnelsen ein Landpfarrer in der Pfalz wurde…

 

Fotostrecke …

 

Wildenten sah ich fliegen, Jörn Wilhelm, Erinnerungen eines Landpfarrers, Band I: Kindheit und Jugend, BoD, 244 Seiten, ISBN 978-3-7392-3780-0, EUR 8,99

Schulstunde vor Ort

Die Niendorfer Kirche am Markt

Der Taufengel wird heruntergelassen, seine Funktion erklärt. Und dann ist er am Schluss gern noch der Mittelpunkt beim Gruppenbild Der Taufengel wird heruntergelassen, seine Funktion erklärt. Und dann ist er am Schluss gern noch der Mittelpunkt beim Gruppenbild

10.01.2017 -  Morgens um 10: Treffpunkt in der Niendorfer Kirche am Markt. Pastor Birkner und vorm Forum Kollau Siegbert Rubsch, Hans Joachim Jürs und Klaus-Peter Heße berichteten aus der Geschichte des barocken Kleinods und machten die 8. Klasse der Stadtteilschule Niendorf bekannt mit Liturgie, Taufengel und Orgel. Dann ging es hinauf unter die Kuppel zum uralten Uhrwerk und Dachgestühl. „Cool“ wurde insbesondere die Kraxelei über die steilen Treppen bis unter die Laterne befunden. Von hier geht ein weiter Blick hinüber auf die Türme der Stadt, die aus dieser Höhe sehr weit entfernt scheint. 
Der nächste „Heimatkundeunterricht“ wurde mit den Lehrerinnen Julia Behrend und Hannelore Wittig schon vereinbart: Ein kleiner Stadtteilrundgang mit dem Forum Kollau  Ende Februar rund um den Niendorfer Marktplatz. Darauf freuen wir uns schon!


Fotos: Ingelor Schmidt

 

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