Berichte 2017

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Mitgliederversammlung

Viel Zustimmung für das vergangene Jahr und für neue Projekte

Der neue alte Vorstand, rechts und links flankiert von den Ehrenmitgliedern Horst Moldenhauer und Hans Joachim Jürs. Von links: Klaus-Peter Heße, Rainer Funke, Siegbert Rubsch, Axel Thiemann, Barbara Ahrons, Herwyn Ehlers, Joerg Kilian und Ingelor Schmidt Der neue alte Vorstand, rechts und links flankiert von den Ehrenmitgliedern Horst Moldenhauer und Hans Joachim Jürs. Von links: Klaus-Peter Heße, Rainer Funke, Siegbert Rubsch, Axel Thiemann, Barbara Ahrons, Herwyn Ehlers, Joerg Kilian und Ingelor Schmidt

04.07.2017 -  Mitgliederversammlung beim Forum Kollau! Erstmals im Clubheim des Niendorfer TSV im Sachsenweg und zwar über dem Raum, den wir für unser Archiv und Arbeitsbesprechungen mitbenutzen können. Der bisherige Vorstand wurde einstimmig wiederbestätigt und freut sich auf ein arbeitsreiches neues Jahr: Spannende und wichtige Projekte stehen auf dem Programm der nächsten zwei, drei Jahre.

Ernste Mienen gab es nur bei ernsten Themen... Ernste Mienen gab es nur bei ernsten Themen...

250 Jahre Niendorfer Kirche am Markt stehen an. Klaus Peter Heße und weitere Vorstandsmitglieder sind unermüdlich auf der Pirsch durch die Kirchenarchive in Schleswig-Holsteins, demnächst folgen vertiefende Gespräche mit der Kirche, welche Form eine Veröffentlichung haben wird. Auch bei der Universität waren wir vorstellig. Hier können wir auf den Rat von Professor Kopitzsch zurückgreifen.

 

100 Jahre Niendorfer TSV wird 2019 gefeiert werden. Auch hier ist eine Publikation im Entstehen; sie soll für eine der größten Sportvereine Hamburgs mehr enthalten als eine ‚normale‘ Beschreibung der Entwicklung eines Vereines. Wie kaum ein anderer spiegelt dieser Verein ja den Niendorfer Werdegang durch sehr bewegte Zeiten vom Dorf zum Stadtteil wieder – das bedarf einer besonderen Darstellung, für die der Journalist und Historiker Jan Abele verantwortlich zeichnen soll.

Im Archivraum wurde gestöbert und gefachsimpelt Ernste Mienen gabIm Archivraum wurde gestöbert und gefachsimpelt es nur bei ernsten Themen...

Weiter beschäftigen uns die Mutzenbecher Villa, in der wir nach vollendeter Restaurierung unser festes Domizil anstreben; bis dahin muss auch das Konzept für die Archivierung stehen, zu dem wir uns kompetente Hilfe ebenfalls aus dem universitären Bereich erhoffen. 
All diese Vorhaben laufen als Dauerthemen zum Programm der Stadtteilspaziergänge, Vorträge und Ausstellungen, die wir im Laufe des Jahres veranstalten.

Stadtteilchronist und nicht nur als Feuerwehrchef ehrenamtlich für Niendorf im Einsatz: Hans Joachim Jürs (r) würdigte seinen Freund Horst Moldenhauer mit bewegenden Worten Stadtteilchronist und nicht nur als Feuerwehrchef ehrenamtlich für Niendorf im Einsatz: Hans Joachim Jürs (r) würdigte seinen Freund Horst Moldenhauer mit bewegenden Worten

Eine besondere Ehrung gab es für Horst Moldenhauer (80), Zimmerermeister und ehemaliger Chef der Freiwilligen Feuerwehr: Der Niendorfer erhielt die Ehrenmitgliedschaft im Forum Kollau für seine Verdienste um die Chronistentätigkeit in „seinem“ Niendorf und für seinen ehrenamtlichen Einsatz im Stadtteil. Die Laudatio hielt sein Freund Hans Joachim Jürs. „Eine so stimmungsvolle Jahreshauptversammlung haben wir noch nicht erlebt“, sagten einige Mitglieder und zwei der Gäste traten sogleich ein. Anschließend ging es in den Archivraum und es wurde in allerhand alten Fotos und Archivalien gestöbert. Und Lob für unsere bisherige Arbeit gab es auch – das ist eine wunderbare Motivation!

 

 Fotos W. Hertwig

Sonntagsspaziergang

Bei Sonnenschein durch das Zylinderviertel

02.07.2017 - Am Sonntag trafen sich ca. 50 Geschichtsinteressierte am Siemersplatz, um einige historischen Orte Lokstedts aufzuspüren. An diesem Platz lässt sich der Wandel unseres Stadtteils besonders gut nachvollziehen. Ende des 19. Jahrhunderts erhielt Lokstedt nicht nur als erstes Dorf in Deutschland – so heißt es – eine elektrische Straßenbeleuchtung. Auch die Straßenbahn fuhr zunächst als Pferdebahn, ab 1898 als die „Elektrische“ bis Lokstedt. Am und in der Nähe des damals sogenannten Platzes an der Doppeleiche, ein Verweis auf die schleswig-holsteinische und dänische Vergangenheit (bis 1866), siedelten sich zahlreiche Gaststätten an. Sie wurden wie die angrenzenden Parks und Gärten zu beliebten Ausflugszielen der Städter. Wie die Teilnehmer des Spazierganges lautstark hören konnten, überlebte dieser Charakter des Siemersplatzes die zahlreichen Umbaumaßnahmen der nachfolgenden Jahrzehnte leider nicht.

 

Die nächste Station war die Sottorfallee. Hier findet sich nicht nur das Bürgerhaus, das heute zentrale Veranstaltungsgebäude des Stadtteils, sondern nebenan auch das Gebäude, in dem zwischen 1915 und 1966 die Lokstedter Lokalverwaltung arbeitete. Pläne für ein Rathaus in der Rathaus-Allee (heute: An der Lutherbuche) hatte der Gemeinderat wegen des Krieges aufgegeben. Die Sottorfallee bildet zusammen mit den parallel laufenden Straßen bis Platanenallee die Lokstedter Wurzel bzw. das Zylinderviertel (wobei über die Namensherleitung unter Alt-Lookstedter*innen auch auf unserem Rundgang fröhlich diskutiert wurde). Immer mehr Hamburger Familien zog es ins grüne und gut erreichbare Lokstedt.

 

Die Flächen zwischen Steindamm und Grandweg, vormals insbesondere von Gärtnereien genutzt, wurden städtebaulich erschlossen, d.h. Alleen angelegt und v.a. Einfamilienhäuser gebaut. Robert Wilhelm Hugo, ein Nachfahre des Architekten von Sottorfallee und An der Lutherbuche, trug auf dem Spaziergang einige Geschichte aus der damaligen Zeit bei, u.a. auch die Anlage eines Schützengrabens im eigenen Garten am Ende des 2. Weltkrieges. Heute sind das Zylinderviertel und seine teilweise wunderschönen Villen städtebaulich besonders geschützt, unterliegen aber trotzdem wie die umliegenden Gebiete einem starken Wandel.


Der Lohbekpark, benannt nach der Gerberlohe, die hier verarbeitet wurde, bildete die nächste Station. 1965 legten die Landschaftsarchitekten Armin Boyer und Horst Wagenfeld diesen von den Nachbarn vielfältig genutzten Park an. Der Wandel Lokstedts vom Dorf zu einem Vorort führte Ende des 19. Jahrhunderts zu einem erheblichen Bevölkerungswachstum.

 

Neue Institutionen wie die „neue“ Schule an der Döhrnstraße (1884 errichtet), die Freiwillige Feuerwehr (gegr. 1885), Sportvereine wie Eintracht Lokstedt (gegr. 1908), das von Niendorf getrennte Pastorat (1913, Kirchbau 1954-56) und das in Erinnerung an die Lokstedter Gefallenen des 1. Weltkrieges errichtete und aus der Bürgerschaft finanzierte Denkmal (1923 eingeweiht) spiegeln den Wandel des Stadtteils – und stellten gleichzeitig die letzten Stationen unseres Rundgangs dar.

 

Die Freiwillige Feuerwehr lud uns abschließend im Rahmen ihres Sommerfestes noch in eine kleine Ausstellung ein. Auch das ein Zeichen lebendiger und gelebter Geschichte in unserem Stadtteil.

 

Text Dr. Sebastian Dorsch, Fotos Ingelor Schmidt und Joerg Kilian

Sonntagsspaziergang

Frühsommerlicher Spaziergang durch das Ohmoor

Foto: Axel Thiemann Foto: Axel Thiemann

25.6.2017 – Beim dritten Ohmoor-Spaziergang führten Herwyn Ehlers, Klaus-Peter Heße, Ulli Kammigan und Siegbert Rubsch durch eine blühende und nach vielen Regentagen sattgrüne Landschaft. Am frühen Nachmittag fanden sich 45 Teilnehmer am Treffpunkt Lurchweg/Ecke Sachsenweg ein, unter ihnen auch Niendorfer, die die Entwicklung des Ohmoors in den letzten Jahrzehnten miterlebt hatten und interessante Beiträge lieferten, welche die  spannenden und zum Teil auch emotionalen Beiträge z.B. von Ulli Kammigan gut ergänzten. Planungsgemäß wurden zwei Gruppen gebildet, die gegenläufig den Rundgang unternahmen: links herum, entlang des Sachsenstieges beginnend, die Gruppe Heße/Ehlers, rechts herum startend die Gruppe Kammigan/ Rubsch. Im geologischen Teil konnte Siegbert Rubsch seine Kenntnisse aus dem Geografiestudium vor langer Zeit auffrischen und unter die Teilnehmer streuen.

 

Im historischen Teil der Führung ergaben sich inhaltlich keine wesentlichen Ergänzungen zu den Führungen 2015 und 2016 (siehe unter > Berichte) und zudem hatte Klaus-Peter Heße seine Kollegen mit entsprechenden Texten und Illustrationen versorgt. Andererseits konnten die vier Exkursionsleiter dank der Tipps und Erläuterungen von Herwyn Ehlers auf dem Vorbereitungsgang eine Woche zuvor auf mehrere botanische Phänomene hinweisen, die bei den ersten Exkursionen noch nicht erwähnt wurden, wie Hinweise zu Traubenkirschen, Faulbäumen, auffallend hoch gewachsenen Heidelbeersträuchern oder zum Fauna-Flora-Habitat-Programm Natura 2000, das glücklicherweise auch das Ohmoor mit einbezieht.

 

Im nächsten Jahr wird es wieder einen Spaziergang durch diese geheimnisvolle und immer noch ursprüngliche Landschaft geben, die einst das holsteinische Dorf Niendorf umschloss und später in großen Teilen einem modernen Städtebau wich: Der Niendorfer Norden ist seit den 1970er Jahren ein begehrtes und wachsendes Wohngebiet geworden.

 

Bilder und weitere Details unseres Rundgangs finden Sie in unserer Fotostrecke …

Sonntagsspaziergang

Zu Parks, Villen, Gärten und Wildnis

Herwyn Ehlers (m) und Dr. Sebastian Dorsch (r) erklärten das Gebäude und die Parkanlage. Herwyn Ehlers (m) und Dr. Sebastian Dorsch (r) erklärten das Gebäude und die Parkanlage.

28.05.2017 - Unsere Sonntagsspaziergänge erfreuen sich wahrlich großer Beliebtheit: Zwischen 60 und 70 Teilnehmer spazierten durch die frühsommerliche Lokstedter Park- und Gartenlandschaft. Herwyn Ehlers und Sebastian Dorsch führten die Schar von der Amsinck- Villa zur ‘Heimat‘, in die Anlage der ehemaligen Villa Burchard und vorbei an der Heise`schen Villa, die völlig verborgen hinter den Blocks der Grelckstraße liegt.

Eine laaange  Schlange zog entlang der Schillingsbek durch die letzte Lokstedter wilde Natur. Eine laaange Schlange zog entlang der Schillingsbek durch die letzte Lokstedter wilde Natur.

Sie folgten in langer Schlange der verträumten Schillingsbek in den Von-Eicken-Park, der um 1914 neu gestaltet wurde. Durch eine unberührte Wildnis (eine echte Herausforderung für eher städtische Spaziergänger!) entlang der Kollaustraße, von der nichts zu hören oder zu sehen war, gelangte man in die Reste des Parks vom Kollauer Hofes, der als erste Lokstedter Ansiedlung 1202 dokumentiert ist.

Am Obelisken im Heckenrosenweg trennte sich die Menge: Eine Hälfte zog es mächtig in den Lüttge-Garten zu den Rhododendren, wo Kaffee und Kuchen bereitgestellt waren. Die andere Hälfte versuchte sich an Willinks Park. Aber der Hügel war so zugewuchert, dass hier auf die Besteigung und Besichtigung der mageren Reste der Villa Willink verzichtet wurde. Und schließlich lockte doch auch die erfrischende Rast im Lüttge-Garten… Hier gab es noch Informationen zu Gustav Lüttge, um dessen Gartenvermächtnis sich ein Verein seit einiger Zeit kümmert und dem wir herzlich für die Gastfreundschaft zu danken haben.


Auf der Fotostrecke finden Sie viele weitere Informationen zum Ausflug. Auch unter Aktuell > Berichte sind die Nachberichte unserer Spaziergänge in den vergangenen Jahren lesenswert.

 

Fotos: Ingelor Schmidt

Gedenkfeier

Volker Bulla zum Gedächtnis

20.05.2017Unser Vorstandsmitglied Volker Bulla (1966 – 2016) ist vor einem Jahr nach kurzer und schwerer Krankheit gestorben und unter großer Anteilnahme auf dem alten Niendorfer Friedhof beerdigt worden. An seinem Todestag haben sein Mann Ralf Marks und die Familie für alle Freunde und Weggefährten, die nicht an der Trauerfeier teilnehmen konnten oder die sich noch einmal besonders an ihn erinnern wollten, ein Gedächtniscafé in der schönen Lippert'schen Villa am Garstedter Weg in Niendorf ausgerichtet.

Ralf Marks hat die Lebensgeschichte seines Mannes dokumentiert. Ralf Marks hat die Lebensgeschichte seines Mannes dokumentiert.

Eine von Marks liebevoll konzipierte Ausstellung dokumentierte Volker Bullas Weg nicht nur im privaten Bereich sondern zeigte auch die frühen Anfängen in der Politik der Grünen in seiner Heimat in der Kölner Gegend, über Schleswig-Holstein bis in die Hamburger Kommunalpolitik für den Bezirk Eimsbüttel. Von seiner neuen Wahlheimat Lokstedt aus hatte sich Volker Bulla sehr für unseren Geschichtsverein, dessen Gründungsmitglied er war, engagiert. Er kreierte mit großer Sorgfalt die Stadtteilspaziergänge, die uns schnell bekannt machten; seine Ideenreichtum, seine Ratschläge haben uns sehr vorwärts gebracht. Und seine Bitte, man möge auf Blumen zu seiner Trauerfeier verzichten zugunsten einer Spende für das Forum Kollau, war ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr er der Sache und uns verbunden war.

Es war sehr schön, sich an ihn zusammen mit rund 40 Familienmitgliedern und Freunden zu erinnern und auch Einblicke in sein Leben zu nehmen, die uns noch unbekannt waren. Und dass das an einem Ort geschah, der lange Zeit im vorigen Jahrhundert als Gemeindeverwaltung der Dörfer Lokstedt, Niendorf und Schnelsen diente, das hätte ihm bestimmt gefallen.

 

Fotos: Ingelor Schmidt

Sonntagsspaziergang

Auf historischen Wegen durch das Niendorfer Gehege

Das im Niedersachsen-Stil erbaute Fachwerkhaus des Viehkommissionärs Bolten war nur eine Station auf unserem Sonntagsspaziergang. Das im Niedersachsen-Stil erbaute Fachwerkhaus des Viehkommissionärs Bolten war nur eine Station auf unserem Sonntagsspaziergang.

09.04.2017 – Frühling in Niendorf und ein Sonntagsspaziergang durch das Niendorfer Gehege - was passt besser zusammen? Etwa 80 Interessierte folgten der Einladung von Forum Kollau und Pro Niendorfer Gehege e.V. und begaben sich mit den Gehege-Kennern Herwyn Ehlers, Hans-Joachim Jürs und Förster Sven Wurster auf eine abwechslungsreiche Erkundungstour durch das Niendorfer Gehege.

 

Forstwirtschaftliche Themen, wie z. B. Fragen zur Belaubung der Bäume, zum Zustand des Waldes, zum Umgang mit kranken Bäumen und zur Verwendung des geschlagenen Holzes, beantwortete Sven Wurster ebenso fachkundig wie anschaulich.

 

Am Lokstedter Holt zeigte der Förster, wie sich die Natur die durch den Abriss der Baracken aus der Zeit des zweiten Weltkriegs zurückgewonnen Flächen wieder zurückerobert.

 

Herwyn Ehlers und Hans-Joachim Jürs führten die Spaziergänger nicht nur zu den sehenswerten historischen Orten im Niendorfer Gehege, sondern ließen die Blicke auch dort schweifen, wo historische Gebäude heute nicht mehr vorhanden sind: Am Gedenkort Berenberg-Gossler beschrieben sie, wie es wohl früher hier ausgesehen hat. Hans-Joachim Jürs wusste Geschichten aus seiner Kindheit zu berichten.

 

Bilder und weitere Details unseres Rundgangs finden Sie in unserer Fotostrecke …

 

Fotos: Axel Thiemann

 

Sonntagsspaziergang

Rund um den Niendorfer Marktplatz

Ein kleiner Exkurs von Klaus-Peter Heße über Kirche und Geschichte Niendorfs  war erfreulicher als der Gang durch den strömenden Regen Ein kleiner Exkurs von Klaus-Peter Heße über Kirche und Geschichte Niendorfs war erfreulicher als der Gang durch den strömenden Regen
Die Lippert’sche Villa war im 19. Jahrhundert der Sommersitz einer reichen Familien, später der Sitz der Gemeindeverwaltung Die Lippert’sche Villa war im 19. Jahrhundert der Sommersitz einer reichen Familien, später der Sitz der Gemeindeverwaltung

20.03.2017 – Rund um den Niendorfer Marktplatz konnte leider wegen des Starkregens nicht wirklich spaziert werden: So wurde der Spaziergang zur Hälfte in eine improvisierte Kirchenführung verwandelt.

Klaus-Peter Heße, der gerade die Gründungsgeschichte des barocken Bauwerks erforscht, gab eine kleine Geschichts- und Architekturstunde, assistiert von Hans Joachim Jürs. Dann ging es hinauf in den Dachstuhl bis zur Uhr, für alle ein hochinteressantes Erlebnis. 

… und so sah es einmal im Norden des Tibargs aus, als er noch die Hauptstraße des Dorfes war. Heute steht hier das Tibarg Center … und so sah es einmal im Norden des Tibargs aus, als er noch die Hauptstraße des Dorfes war. Heute steht hier das Tibarg Center

Die neun wetterfest ausgerüsteten und gut gelaunten Spaziergänger kamen aber doch noch zu einer kleinen Tibarg-Führung: Es regnete etwas sanfter…

Der Timm’sche Bauernhof, Berenberg-Gossler-Haus, die katholische Kirche, die Lippert’sche Villa und die uralte riesige Eiche,  im Norden der Standort von Köllns Mühle und der Up-ewig-ungedeelt-Gedenkstein vermittelten ein Bild von der holsteinischen und dörflichen Vergangenheit Niendorfs. Nun freuen sich alle auf einen weiteren Rundgang bei hoffentlich etwas weniger Nässe!


Fotos: Ingelor Schmidt

Lesung

Eindrucksvoll, authentisch: Jörn Wilhelm las aus seiner Biografie Wildenten sah ich fliegen

Autor Jörn Wilhelm las aus seinen Erinnerungen an eine Kindheit in Schnelsen Autor Jörn Wilhelm las aus seinen Erinnerungen an eine Kindheit in Schnelsen

27.01.2017 – Die Nachkriegszeit in Schnelsen wurde lebendig, als Jörn Wilhelm (72) aus seinen Erinnerungen las. Über 30 Gäste, darunter Freunde und ehemalige Nachbarn, waren gekommen und erlebten mehr als einen „Zeitzeugenbericht“. Der Autor, auch ein sehr guter Vorleser, schildert sein Aufwachsen mit dem prügelnden Vater, die hilflosen Lehrer, sein Rowdytum, sein Scheitern im christlich-unsensiblen Internat ohne larmoyantes Selbstmitleid. Hier erkennt jemand, was ihn einst prägte und wie er diese Prägungen überwand. Das betrifft eine ganze Generation, die während des Krieges oder kurz danach geboren wurde und die zusehen musste, wie sie mit den Traumatisierungen der Eltern und Erzieher sowie den eigenen zurecht kam. Die Zuhörer verließen die Bücherhalle Schnelsen nach zwei Stunden sichtlich angerührt und angeregt. Der freundlich-ruhige Rahmen ist für Lesungen wie diese ganz wunderbar geeignet. Wenn der zweite Teil der Lebenserinnerungen fertig ist, wird es hier gewiss ein Wiedersehen mit Jörn Wilhelm geben: Man ist schließlich neugierig, wie aus dem einstigen „Halbstarken“ aus Schnelsen ein Landpfarrer in der Pfalz wurde…

 

Fotostrecke …

 

Wildenten sah ich fliegen, Jörn Wilhelm, Erinnerungen eines Landpfarrers, Band I: Kindheit und Jugend, BoD, 244 Seiten, ISBN 978-3-7392-3780-0, EUR 8,99

Schulstunde vor Ort

Die Niendorfer Kirche am Markt

Der Taufengel wird heruntergelassen, seine Funktion erklärt. Und dann ist er am Schluss gern noch der Mittelpunkt beim Gruppenbild Der Taufengel wird heruntergelassen, seine Funktion erklärt. Und dann ist er am Schluss gern noch der Mittelpunkt beim Gruppenbild

10.01.2017 -  Morgens um 10: Treffpunkt in der Niendorfer Kirche am Markt. Pastor Birkner und vorm Forum Kollau Siegbert Rubsch, Hans Joachim Jürs und Klaus-Peter Heße berichteten aus der Geschichte des barocken Kleinods und machten die 8. Klasse der Stadtteilschule Niendorf bekannt mit Liturgie, Taufengel und Orgel. Dann ging es hinauf unter die Kuppel zum uralten Uhrwerk und Dachgestühl. „Cool“ wurde insbesondere die Kraxelei über die steilen Treppen bis unter die Laterne befunden. Von hier geht ein weiter Blick hinüber auf die Türme der Stadt, die aus dieser Höhe sehr weit entfernt scheint. 
Der nächste „Heimatkundeunterricht“ wurde mit den Lehrerinnen Julia Behrend und Hannelore Wittig schon vereinbart: Ein kleiner Stadtteilrundgang mit dem Forum Kollau  Ende Februar rund um den Niendorfer Marktplatz. Darauf freuen wir uns schon!


Fotos: Ingelor Schmidt

 

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